Literaturhaus Allgäu

Literaturhaus  Allgäu /Immenstadt
< Buch-Kunst 2012 - 'Werner Klemke' / Sammlung Haberzettl >

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aktuelle <i> Veranstaltungen  -  Stadtbücherei <i> Immenstadt









Literaturhaus Allgäu In rund zweijähriger Bauzeit wurde das denkmalgeschützte Gebäude der <i> ehemals gräflichen Reitschule von 1774 saniert, umgebaut und 06/2008 eröffnet.
Es enthält die zuvor im Schloss untergebrachte Stadtbücherei.
Es finden Lesungen und literaturbezogene Ausstellungen statt.
Literaturhaus Allgäu
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Literatur, Lesungen und literarischen Veranstaltungen
auch unter
Kultur im Schloss Museum Hofmühle
2011 <i>
Buch-Kunst 2012 : 'Das Beste von Werner Klemke / Sammlung Haberzettl Info aktuell

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Fotos von der Eröffnung am 12.10.12 und aus der Ausstellung
LHA BK Klemke

LHA Plakat Klemke
LHA BK Klemke

Arthur Lamka lernte Werner Klemke bei einer der ersten Ausstellungen nach der Wende in Bergisch-Gladbach kennen und erinnert sich : "Klemke war ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, ein eloquenter und Wissensreicher Gesprächspartner, witzig und schlagfertig und ein Liebhaber und Kenner guten französischen Rotweins"

LHA BK Klemke

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oben: Harald Dreher

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Illustrationen zu Werken der Gegenwarts- und Weltliteratur u.a.
von Thomas Mann, Goethe, Boccaccio, Brecht, Homer, Voltaire, aber auch
 Märchen, Kinderbücher, Lesefibeln, Bücher für Schule oder Klavierunterricht,
Ausstellungs- und Filmplakate wie zum Rühmann-Film Der Hauptmann von Köpenick u.v.m.
Ausstellung
geöffnet zu den Besuchszeiten der Stadtbücherei Rundgang mit Kl.Schmidt AAnz 17.10.
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Buchk Klemke Foto:Höpfl
LHA BK Klemke

Buchkunst von >i Zeichner und Grafiker Werner Klemke (Weißensee 1917-1994)  >Plakat  >info
aus der
Sammlung des Augsburger Klemke-Forschers Matthias Haberzettl
Eröffnung
Fr 12.10./19.30h Musik Ensemble Triolage Ausstellung verl. bis 12.11.2012
Begrüßung
Kulturreferent Harald Dreher Einführung Arthur Lamka, Sonthofen

LHA BK Klemke
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Werner Klemke Illustrationen und Buchausstattungen >vita
aus der Sammlung des Augsburger Klemke-Forschers Matthias Haberzettl
der Klemke schätzt als den "besten, bekanntesten und beliebtesten Buchkünstler der DDR"
links : H. Haberzettl bei der Eröffnung | unten Auszüge aus seiner Eröffnungsrede

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LHA BK Klemke
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LHA BK Klemke

LHA BK Klemke
LHA BK Klemke

Diese Ausstellung will Ihnen einen kleinen Einblick in das Werk von Werner Klemke geben, den ich hier den bekanntesten, beliebtesten und besten Buchkünstler der DDR nennen möchte, wo Klemke buchstäblich für jeden ein Begriff war - jedermann, jede Frau und jedes Kind kannte ihn... Die Vorschulkinder besahen sich seine Bilderbücher wie Hirsch Heinrich, Schwalbenchristine und Wolkenschaf, Schulkinder lernten lesen und schreiben mit seiner Fibel, lernten mit seinen Bildern Musik, Mathematik und Russisch.

LHA BK Klemke

Werner Klemke ragt heraus – in Quantität wie in Qualität!

Klemke erhielt viele Auszeichnungen, so etwa 76 Mal "Schönstes Buch der DDR" für von Klemke (mit-) gestaltete Werke, darunter unvergessene Highlights wie Das Dekameron von Boccaccio, Fredmans Episteln von Carl Michael Bellman, Felix Krull von Thomas Mann, Munro Leafs Ferdinand der Stier oder Franz Fühmanns Reineke Fuchs.

Klemke
zeichnete die Titelbilder zur Unterhaltungszeitschrift MAGAZIN (Schwerpunkt Kultur und Lebensart) von Januar 1955 bis Februar 1990, 422 Ausgaben in ununterbrochene Folge, er illustrierte rd. 300 Werke mit über 10.000 Abbildungen (davon allein etwa 1.000 Holzstiche), und weitere etwa 550 gestaltete Bücher jeweils mit Umschlag und/oder Einband, über 300 Plakate, 70 Programmhefte (überwiegend für Theater) mit über 500 Illustrationen und 1.000 Illustrationen für siebzehn Zeitschriften, davon knapp 700 Titelgestaltungen.

LHA BK Klemke
LHA BK Klemke LHA BK Klemke
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Klemke 'machte nicht nur Bücher', er war auch ein großer Sammler. Seine Bibliothek umfasste zwischen 25 und 30 Tausend Bände. Besonders hatten es ihm französische illustrierte Bücher des 18. Jahrhunderts angetan. Diese Bibliothek war oft auch die Quelle seiner Arbeit; ihr entnahm er Vorlagen zeitgenössischer Sitten und Moden für die eigenen Entwürfe.
"Es ist mit den Büchern wie mit den Frauen. Im Prinzip gleich, sind sie doch bei genauerem Hinsehen von erstaunlicher Vielfalt. Und immer wieder neu. Und immer wieder anders." (Zitat Klemke)

LHA BK Klemke
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Denn Klemke war ein bekennender Liebhaber weiblicher Schönheit
S
o antwortete er bei einer Umfrage der Frauen- und Familienzeitschrift FÜR DICH wie folgt: "Meine liebste Freizeitbeschäftigung ist die Herstellung von und die Beschäftigung mit Kindern. Die ganze Sache ist erfreulich, anstrengend, abwechslungsreich, voll von Überraschungen und erhält jung und schick."
Klemke
ein Meister der leichten Feder und der leichten Zunge...

LHA BK Klemke
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einige biografische Eckdaten aus Klemkes eigener Feder, verfasst 1963 :
"Als ich (1937) die Schule hinter mir hatte, wollte ich Zeichenlehrer werden. Da man mir aber kein Stipendium zubilligte, wurde ich Trickfilmzeichner. Nun lernte ich, wie man regelmäßig und viel arbeitet. Es war sehr anstrengend, aber lehrreich. Der Krieg unterbrach meine Tätigkeit – beinahe für immer. Als er zu Ende war, fand ich meine Frau und mein Kind wohlbehalten in der unzerstörten Wohnung wieder. So konnte ich denn nach so vielen Jahren Krieg endlich wieder etwas Sinnvolles tun, nämlich meine Familie und mich ernähren. Ich tat jede Arbeit, die sich mir bot. Ich bemalte Lampenschirme, Ladenfronten, Kneipenwände, schrieb Preisschilder und Wandsprüche.
Durch einen Freund bekam ich Verbindung mit dem Berliner Verlag Volk und Welt. Und so begann ich (1948) meine Tätigkeit für das Buch und als Gebrauchsgraphiker. Ich mußte nun alles, was dazugehört, erst lernen. Das war herrlich. Es war wie das Spazierengehen in einem unbekannten Park mit vielen geheimnisvollen Nebenwegen. Es gab so vieles zu entdecken: Schrift, Typographie, graphische Techniken. Ich arbeitete und lernte sehr viel.

Und so ist es gekommen, daß ich mein Hobby 'Lesen' mit meinem Beruf verbinden konnte. Ich mache Bücher, worunter ich aber nicht nur 'Bücher illustrieren' verstehe. Das ist nur eine Art unter anderen. Unter Bücher machen verstehe ich, einem Buch durch Auswahl der Papiersorte und der Lettern, durch Satzanordnung und Buchschmuck Gestalt zu geben mit allen Zutaten, die nötig sind, den Absichten des Verfassers gerecht zu werden und dem Leser das Lesen zu erleichtern."

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LHA BK Klemke

Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Klemke selbst war Autodidakt
1951 Dozent für Holzstich und Buchillustration an der 'Hochschule für bildende und angewandte Kunst'
1956 Ernennung zum Professor für Buchgrafik und Typografie
1964-1974  und 1978-1989 Sekretär der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste in (Ost-) Berlin
von 29 Werken Klemkes gibt es insgesamt 88 fremdsprachige Ausgaben in rd 30 Sprachen
(u.a. auch Obersorbisch, Bretonisch, Walisisch); z.B. Foto links: Hirsch Heinrich
in Japan wurden
seit 1985 sechs seiner Kinderbücher neu herausgebracht (davon 3 in den letzten 4 Jahren)
1987 Akademie der Künste große Retrospektive zum 70. Geburtstag Klemkes

Werner Klemke starb im August 1994 – krank und müde. Seinen künstlerischen Nachlass vermachte er noch kurz vor seinem Tod dem Klingspor-Museum Offenbach, dank der Bemühungen des damaligen Direktors, Christian Scheffler.
In Berlin, seiner Heimat, war keine Institution dazu bereit ...

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fachorientierte Führung durch Arthur Lamka : jeweils Sa/10h am 20.10, 3.11.
fachorientierte Führung durch Matthias Haberzettl : jew. Sa/10h am 13.+27.10, 10.11.(entfällt)
Treffpunkt Hintereingang des Literaturhauses - Eintritt frei

Foto links :
Arthur Lamka mit Kulturredakteur Klaus Schmidt - rechts : M.Haberzettl, A.Lamka

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Presse zur Ausstellung

 
 Allg. Anzeigeblatt "Ein Gentleman mit feinem Witz" Rundgang mit Klaus Schmidt Allg. Anzeigeblatt 17.10.12  
"Literaturhaus Immenstadt zeigt Buchkunst von Werner Klemke" Allgäu-Kultur 23.10.12
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Buchk Klemke Foto:Höpfl

Literaturhaus Allgäu - Bräuhausstr.10 - 87509 IMMENSTADT/Allgäu - Tel.08323/7586

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